ORGANIZE!

Vernetzung für Solidarität und kollektive Selbstermächtigung

Selbstverständnis

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Organize! – Vernetzung für Solidarität und kollektive Selbstermächtigung

Organize! ist eine stadtteilbezogene Gruppe politisch aktiver Menschen mit Handlungsfeld im Leipziger Osten. Wir verstehen uns als Gruppe, die strukturfördernde & themenübergreifende Politik etablieren will. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt dabei darin, widerständige und kreative Praxen auf lokaler Ebene zu bündeln und zu vernetzen.

Ohne uns einer politischen Strömung zuzurechnen, teilen wir die Vision eines guten Lebens für Alle. Das bedeutet für uns die konsequente Analyse und Kritik an den Herrschaftsstrukturen im Kapitalismus und die Opposition gegen diese. Im Besonderen stellen wir uns gegen alle gesellschaftlichen Praxen, die ausgrenzen, diskriminieren oder das Individuum an seiner Entfaltung und Selbstbestimmung hindern. Hingegen wollen wir das emanzipatorische Potenzial zwischenmenschlicher Beziehungen und solidarische Handlungsweisen fördern. Das sehen wir hier besonders in kollektiven Strukturen verwirklicht.

So wie es ist, ist es scheiße

Reformen für relevante, nachhaltige Veränderung werden oft in den bürokratischen Mühlen zerrieben oder verkommen zu lächerlichen Lippenbekenntnissen der parlamentarischen Politik. Da aber auch eine Umsturz des herrschenden Systems in näherer Zeit unwahrscheinlich scheint, vertreten wir eine transformative Haltung. Das heißt, Reformen immer mit Blick auf die grundlegende Veränderung des Systems oder in Vorbereitung auf ein Leben nach dem Kapitalismus anzustoßen. Kurz: so revolutionär wie möglich & so reformistisch wie nötig.

Vier Kernelemente unserer Arbeit:

Sensibilisieren bedeutet, sowohl aufmerksam für Diskriminierungen und Ungleichheiten zu sein, als auch auf diese aufmerksam zu machen. Sensibel auf das jeweilige Umfeld zu reagieren erfordert die grundlegende Offenheit für unterschiedliche Blickwinkel. Wobei sich Offenheit durch die Bereitschaft zur kontinuierlichen Selbstreflektion auszeichnet.
Politisieren heißt Probleme als solche zu benennen und, durch das Identifizieren von dahinterliegende Mechanismen, individuelle Betroffenheit zu gegenseitigem Verständnis & Solidarität umzuwandeln.
Aktivieren bedeutet, zu vermitteln, dass die Welt veränderbar ist und sich Veränderungen auch im Alltag umsetzen lassen. Im Kampf gegen Resignation gilt es, Handlungsmöglichkeiten mit der konkreten Lebenspraxis zu verknüpfen.
Organisieren ist die Strategie Vereinzelung entgegen zu wirken und Solidarität herzustellen. Für uns heißt das, Strukturen zu finden und aufzubauen, die Selbstermächtigung und kollektive Handlungsfähigkeit ermöglichen. Wir verstehen Organisierung als Prozess, der durch herrschaftsarme Gestaltung eine Veränderung der Gesellschaft schafft und so gesellschaftliche Normen hinterfragt.

Die Strategie

Unseren praktischen Wirkungsbereich sehen wir in der politischen Bildungsarbeit und dem Aufbau und der Unterstützung kollektiver Strukturen. In diesem Sinne versuchen wir unkommerzielle, selbstverwaltete Projekte, politische und soziokulturelle Akteur*innen als auch Einzelpersonen miteinander zu vernetzen. Kurz um: Wir organisieren Veranstaltungen und Möglichkeiten des Austausches. Dabei arbeiten wir mit bereits bekannten Konzepten wie Workshops, Vorträgen & Podiumsdiskussionen, entwickeln diese weiter und experimentieren mit neuen Formaten.

Das zentrale Nervensystem

Um unsere Vorhaben in die Tat umzusetzen, treffen wir uns wöchentlich zu einem gemeinsamen Plenum, auf welchem wir konsensbasiert entscheiden. Hier versuchen wir ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Theorie und Praxis zu finden und durch Reflektion der Erfahrungen unserer politischen Praxis immer hinzuzulernen.

Gelebte Emanzipation heißt zu versuchen auch den Prozess bereits so kackscheißefrei wie möglich zu gestalten und großen Wert auf Selbstreflektion und Reflektion in der Gruppe zu legen. Das Klima in der Gruppe ist uns also mindestens so wichtig wie unser Output.

Am Ende des Regenbogens

Goldtaler und ein emanzipierter, widerständiger Stadtteil, der seine revolutionäre Kraft aus kollektiver Selbstorganisation schöpft.

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